Stellungnahme zum Vorhaben die Feuerwehren Alsbach und Hähnlein zusammenzulegen
Sie sind hier: Aktuelles »  Stellungnahme zum Vorhaben die Feuerwehren Alsbach und Hähnlein zusammenzulegen

Stellungnahme zum Vorhaben die Feuerwehren Alsbach und Hähnlein zusammenzulegen

Die aktuelle Diskussion um eine mögliche Aufgabe des Feuerwehrgerätehauses in Alsbach und die Zusammenlegung der beiden Einsatzabteilungen der Ortsteil- Feuerwehren betrifft auch unsere Organisation.

Die aktuelle Diskussion um eine mögliche Aufgabe des Feuerwehrgerätehauses in Alsbach und die Zusammenlegung der beiden Einsatzabteilungen der Ortsteil-
Feuerwehren betrifft auch unsere Organisation. Wir erlauben uns daher, Ihnen im Folgenden die Gründe darzulegen, die aus unserer Sicht gegen dieses Vorhaben sprechen:
Im Rahmen der Kommunalpolitik haben Freiwillige Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz einen anderen Stellenwert. Das eine ist eine gemeindliche Einrichtung, das andere eine private Hilfsorganisation.
Wir als DRK Ortsvereinigung Alsbach sind uns dieses Unterschiedes bewusst.
Gleichwohl bilden Feuerwehr und DRK in Alsbach seit fast 40 Jahren eine Einheit.
Dieses Miteinander der beiden Organisationen findet man in unserem Landkreis
selten. Kenner der Materie bestätigen dies immer wieder.
Die Arbeit beider Hilfsorganisationen muss im Einsatzfall aufeinander eingespielt
sein, um größtmögliche Effizienz zu gewährleisten.
Gemeinsame Ausbildung und Übungen sind hierfür unerlässlich. Hierzu gehört auch die genaue Kenntnis von Material und Ausrüstung der jeweils anderen Organisation.
Nicht zuletzt das Einschätzen von Helferinnen und Helfern, mit denen man am Einsatzort eintrifft und zusammen arbeiten muss, wird durch gemeinsame Veranstaltungen – auch im privaten Bereich – erleichtert.
Bereits in den Jugendorganisationen der Feuerwehr und des Roten Kreuzes wird dieses Prinzip verwirklicht. Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz in Alsbach üben zusammen und beteiligen sich gemeinsam an diversen Freizeitaktivitäten.
Aus dem oben Geschilderten ist zu ersehen, dass die Unterbringung von Feuerwehr und DRK unter einem Dach absolut sinnvoll und notwendig ist. Eine Förderung des ehrenamtlichen Engagements auf dem Gebiet des Brand- und Katastrophenschutzes kann nur auf diese Weise aufrecht erhalten werden.

Die zwangsweise Aufgabe des Alsbacher Feuerwehrgerätehauses als gemeinsame Unterkunft von Feuerwehr und DRK und eine mögliche räumliche Trennung der beiden Organisationen würde die bewährten Strukturen  zerbrechen und das bislang Erreichte zunichte machen.

Sollte die gemeinsame Unterbringung zwar beibehalten, aber möglicherweise an einen Standort weit außerhalb Alsbachs verlegt werden, ist dies ebenfalls nicht unproblematisch.
Hier steht im Wesentlichen die Frage der Erreichbarkeit im Raum.
Vor allem die Mitglieder des Alsbacher DRK-Seniorenkreises, die auch im derzeitigen Gerätehaus eine Heimat gefunden haben, werden sich auf der Suche nach geeigneten und wohnortnahen Räumlichkeiten schwer tun.
Ob Jugendliche, vorwiegend zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs, den erheblich weiteren Weg auf sich nehmen werden, ist fraglich.
Während die Angebote andere Vereine weiterhin innerhalb Alsbachs und ohne Nutzung von PKW oder ÖPNV wahrgenommen werden können (selbst der Tennisclub ist schneller zu erreichen als mancher Einkaufsmarkt), sind die Angehörigen der Hilfsorganisationen zur Ausübung ihres ehrenamtlichen Dienstes auf den eigenen PKW angewiesen.

23. March 2011 08:00 Uhr. Alter: 7 Jahre